BeekeSchule · Oberschule Scheeßel

Warum nicht mal Oper?!

Written By: bs - Jul• 06•14

10. Real­schul­klas­sen machen Opern­aus­flug nach Han­no­ver

Der Unter­richts­plan für die 10. Klas­sen im Fach Musik sieht das The­ma „Oper“ vor. Ach ja, welch mit­rei­ßen­des The­ma… Opern­theo­rie, Opern auf DVD, Erklä­run­gen und Skiz­zen des Opern­hau­ses, alles schön und gut, aber wirk­lich anschau­lich? War­um es also nicht mal wagen und wirk­lich in die Oper fah­ren? Kurz nach den Abschluss­prü­fun­gen war es soweit, alle drei Real­schul­klas­sen des 10. Jahr­gangs, 60 Schü­le­rin­nen und Schü­ler, und drei inter­es­sier­te Musik­kol­le­gen und eine nicht min­der neu­gie­ri­ge Klas­sen­leh­re­rin mach­ten sich mit dem Zug auf ins Staats­thea­ter nach Han­no­ver. Gege­ben wur­de „Ein Som­mer­nachts­traum“ von Ben­ja­min Brit­ten. Hat­ten wir auch noch nie vor­her was von gehört. Klar, das Stück von Shake­speare war (zumin­dest eini­gen) bekannt, aber zu einer Oper umge­ar­bei­tet, 1960, vom bekann­tes­ten bri­ti­schen Kom­po­nis­ten („The Young Per­sons Gui­de to the Orches­ter“ – ach ja!) – das war doch ein Expe­ri­ment.

Am Nach­mit­tag gab es zwei Work­shops als Vor­be­rei­tung auf die Oper: Zum einen lie­fen wir lan­ge durch die unend­li­chen Gän­ge des rie­si­gen Hau­ses, über die Büh­ne, durchs Par­kett, in die Pro­ben­räu­me und schließ­lich zu einem gigan­ti­schen Fun­dus aus Kos­tü­men und Schu­hen und erfuh­ren so etwas dar­über, was eine Oper ist. 20140430_143656

Zum ande­ren konn­ten wir uns mit allen Sin­nen in das Büh­nen­stück ver­tie­fen, mit den Rol­len iden­ti­fi­zie­ren, die musi­ka­li­sche Stim­mung nach­spie­len und erfuh­ren so etwas dar­über, wie die­se Oper ist.  20140430_16524920140430_175035

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Am Abend end­lich hob sich der Vor­hang: Ein zau­ber­haf­tes, aber auch moder­nes und wit­zi­ges Büh­nen­bild offen­bar­te sich uns. Die Figu­ren tauch­ten auf und wur­den erkenn­bar, die Geschich­te ent­spann sich. Alle san­gen schön (und ganz ohne Mikro!) auf Eng­lisch (die Über­set­zung gabs als Ober­ti­tel zum Mit­le­sen) und Puk klet­ter­te akro­ba­tisch am Seil hin­auf und her­un­ter. Lus­tig und bunt waren die Kos­tü­me und immer war was los auf der Büh­ne, sogar tote Kana­ri­en­vö­gel fie­len vom Him­mel. Und die Musik…? Ja, die war modern, 20. Jahr­hun­dert. Aber sie pass­te zur Hand­lung und zur Sze­ne und sie wur­de vom Orches­ter unter der Lei­tung der Musik­di­rek­to­rin des Staats­thea­ters her­vor­ra­gend inter­pre­tiert — eine gelun­ge­ne Insze­nie­rung, die auch den jun­gen Schü­lern durch­aus etwas bot.
Die Oper dau­er­te län­ger als erwar­tet und so zog sich die Rück­rei­se bis tief in die Nacht, aber anschlie­ßend gab es ja vier freie Tage, um alles zu ver­ar­bei­ten und sich zu erho­len. Die Opern­fahrt der 10. Klas­sen war jeden­falls ein gelun­ge­nes Expe­ri­ment.

W. Rose

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